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  • Meinem Vaterland, der Republik Polen treu sein

     

  • AKTUELLES

  • 26 September 2017

    Polnische Diplomaten, die in den Jahren 1941-43 unter der Leitung des Abgeordneten Aleksander Ładoś in Bern falsche Pässe hergestellt haben, um Juden vor dem Holocaust zu retten, gelten als Vorbild für Patriotismus. Dank ihnen wurde die Botschaft der Republik Polen eine der Stellen, die in der Zukunft den Kampf der polnischen Diplomaten mit der deutschen Vernichtungsmaschine symbolisieren – sagte der Botschafter Jakub Kumoch während der in der Botschaft veranstalteten Feier des Polnischen Militärs.

    - Unsere Vorgänger haben sich durch die Haltung ausgezeichnet, die in Momenten der Prüfung von Polen erwartet wird. Mit der Entscheidung für die illegale Tätigkeit riskierten sie ihre eigene diplomatische Karriere und im Fall eines deutschen Angriffs auf die Schweiz, der im Jahr 1942 sehr gut möglich gewesen wäre, hätten sie auch eigenes Leben riskiert – so der Botschafter.

     

    Botschafter Kumoch wies auf die geschichtliche Konvergenz hin – zwei von vier der in der Aktion der Judenrettung engagierten Diplomaten hatten 20 Jahre früher am polnisch-bolschewistischen Krieg teilgenommen – Aleksander Ładoś war in der Delegation gewesen, die den Friedensvertrag verhandelt hat und Konsul Stefan Rokicki ist als Unterleutnant der Kavallerie zwei Mal verwundet worden. - Dies waren Menschen der Generation, die für uns die Unabhängigkeit erkämpft hat und die zu größten Opfern bereit war – sagte er.

     

    An der Feier nahmen Vertreter des polnischen Militärs, repräsentiert von Gen. Adam Joks, der Schweizer Armee, des diplomatischen Korps und des Schweizer Außenministeriums teil. Eine Besonderheit war die Teilnahme der zwei letzten in der Schweiz lebenden Veteranen der 2. Division der Infanterie - des 100-jährigen Majors Jan Zbigniew Bem und des 95-jährigen Unterleutnants Mieczysław Przewrocki.

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